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Hundegedichte für Heidi
Unser kleiner Dackel Heidi ist schon ein sehr süßes, aber auch rätselhaftes Tier! Mal ist sie lieb, dann aber wieder ungehorsam! Deshalb habe ich für sie im Laufe der Zeit einige Gedichte geschrieben, welche auf dieser Seite zu lesen sind! Viel Spaß!
01. Gedicht:
Ein Dackel, der nur knurrt und beißt, der lernt sehr schnell, was HUNGER heißt! Wenn Du dies tust - lass Dir das sagen - knurrt außer Dir auch noch Dein Magen!
02. Gedicht:
Was hast Du wieder angestellt! Glaub bloß nicht, dass mir dies gefällt; Weil Du Frau Beuster hast gebissen wirst Du heut Hunger leiden müssen! Zeigst Du nicht Reue für den Biss, dann spürst Du selbst bald, wie es is, wenn Dich ein Anderer mal beißt! Das tut sehr weh! Damit Du's weißt! Wer dies zu Herzen sich genommen, wird in den Hundehimmel kommen!
(Damit Ihr aber ruhig schlafen könnt: Sie musste natürlich NICHT hungern!)
03. Gedicht:
Hund, ich bin Dir BITTERBÖSE!! Denn Du machtest ein Getöse und das hat mich sehr gestört, weil sich sowas nicht gehört! Jetzt werd' ich Dich nicht mehr streicheln! Brauchst Dich gar nicht einzuschmeicheln! Pausenlos hast Du gebellt, was mir wirklich sehr missfällt! Fleddy* hat sich gut benommen, Leckerlis dafür bekommen. Sie war wirklich gut zu Dir, drum sei Du es auch zu Ihr! Die Gerechtigkeit im Leben soll es auch bei Dackeln geben! Aber Du warst ungerecht! Dein Benehmen war sehr schlecht! Merk, dass Du mir nicht gefällst, wenn Du ohne Pause bellst! Wirst Du sowas nicht mehr wagen, will ich mich mit Dir vertragen!
(*Fleddy ist der Hund meiner Exfreundin)
04. Gedicht:
Ich weiß nicht, was ich schreiben soll: Zum Einen bist Du Wundervoll! Der ALLERLIEBSTE HUND DER WELT - ein Dackel, wie er mir gefällt!
Zum Andern aber, muss ich sagen, gibt's wieder etwas zu beklagen: Denn ohne jegliches Gewissen hast Du mir vor 'n PC ge...! Ein solches Häufchen, merk es Dir, ist wahrlich keine Teppich-Zier! Von den Gerüchen ganz zu schweigen! Du solltest Dein Bedürfnis zeigen indem Du zur Balkontür gehst und dort ganz kläglich jaulst und flehst! Auf dem Balkon kommt dann mit Schwung die baldige Erleichterung! Und kommst Du schließlich dann zurück, so spürst Du einen Hauch von Glück und atmest auf, vergnügt und froh! Hund, glaub mir: Es ist besser so!
05. Gedicht:
Adelheid*, Du böses Tier! Schwerst enttäuscht bin ich von Dir! Wieder muss ich mich beklagen, denn Du hast vor ein paar Tagen ohne Skrupel und Gewissen wieder Kurt in ’n Zeh gebissen! Tust Du dies auch nur beim Spiel: Zehen beißen ist zuviel!
Später dann, als wir den braven, lieben Husky SHIKA trafen, kläfftest Du sie grundlos an! Hat sie Dir etwas getan? Macht denn dieses liebe Tier so ’n Theater auch mit Dir???
Nicki* hat Dich angefasst. Wollt’ Dich streicheln! Doch Du hast sie daraufhin angeknurrt und gemeckert und gemurrt!
Merk die letzten Zeilen Dir: Sei ein LIEBES, BRAVES Tier! Wer grundlos bellt und knurrt und beißt, Macht sich nur Feinde! Dass Du ’s weißt! (*Wenn Heidi frech und ungehorsam ist, nenne ich sie immer ADELHEID! Nicki ist der Spitzname meiner Ex-Freundin)
06. Gedicht:
Adelheid, Du böses Tier!! Pfui! Was hört man da von Dir:
Bobinger vom Rad geschmissen - hast Du wirklich KEIN Gewissen??? Bitterböse bin ich nun! Hund, wie kannst Du so was tun!!! Kurt gab Dir ein Alibi, doch an dieses glaub ich nie!
Erst beißt Du ihm in den Zeh, das tat Bobby höllisch weh, jetzt auch noch der Wurf vom Rad - was für eine böse Tat! Wegen DIR, oh Schreck oh Graus, musste er ins Krankenhaus!
Später dann beim Gassigehen bliebst Du einfach bockig stehen! Ilse kriegte kalte Füße. Mehrmals rief sie: „Komm, Du Süße“! Aber Adelheid blieb stur! Warum machst Du so was nur!!
Noch was gibt es zu beklagen; Denn Du hast vor ein paar Tagen WIEDER Mutti angeknurrt und gemeckert und gemurrt! Wenn Dein Bernie* fressen will, bist du auch nicht gerade still!
Sollte Dir von diesen Dingen so etwas noch mal gelingen, ist ganz plötzlich – ach Du Schreck - Dein geliebter Bernie weg!! Und ein andrer kleiner LIEBER Hund freut sich bestimmt darüber!
Adelheid, präg es Dir ein: Du musst stets vernünftig sein!
*Bernie ist der Plüsch-Hund, mit dem sie immer spielt. Da Heidi die Drohung im letzten Vers aber nicht ernst genommen hat, flatterte ihr ein paar Tage später plötzlich folgender Brief von ihm ins Haus:
07. Gedicht:
"Tschüss Adelheid, es reicht mir jetzt! Denn Du hast mich zutiefst verletzt!!
Na hör mal; Du hast vielleicht Mut: Zum Vergewalt’gen bin ich gut! Doch traue ich mich an Dein Fressen, neigst Du dazu, Dich zu vergessen: Du knurrst und giftest mich stets an! Dabei hab ich Dir nichts getan!
Nein, so macht es mir keinen Spaß! Drum sage ich Dir: Tschüss, das war’s!
Ich hab mir Molly auserkoren! Denn sie hat Stein und Bein geschworen: “Du, Bernie, bist ein toller Mann, drum knurre ich Dich niemals an! Desweit’ren möcht’ ich allerweilen mein Hundefutter mit Dir teilen! Ich bin bei Dir, nun schau auf mich! Dich werd’ ich lieben ewiglich! “
Von DIR hab ich das nie gehört! Das hat mich wahrlich sehr gestört!
Mir reicht die ständ’ge Knurrerei! Drum sag ich: Time to say goodbye“!
Aber Heidi kann auch lieb sein, wenn sie will! Und da habe ich ihr auch mal folgendes geschrieben:
08. Gedicht:
"Gestern warst Du 'n liebes Tier! Heidi, so gefällst Du mir! Du hast Dich sehr gut benommen und sollst deshalb Lohn bekommen! Viel zu fressen sollst Du haben und mit Freude Dich dran laben! Wenn Du nie mehr beißt und knurrst, kriegst Du Käse, Fleisch und Wurst! Mummle ich Dich dann noch ein, kannst Du Dich erst richtig freu'n!"
09. Gedicht:
Adelheid, der Laminatboden und die Linsensuppe
Ungezog’ne Adelheid, Du bekommst nach langer Zeit wieder ein Gedicht von mir, denn ich bin enttäuscht von Dir!
Was war das im Treppenhaus: Mama rief: „Komm, Heidi-Maus! Jetzt gibt’s leckres Hühnelein! Komm und nimm! Das schmeckt so fein!“ Dreimal hat sie es probiert, doch Du hast nicht reagiert!
Als wir an der Straße liefen und dabei Dich viermal riefen: “Stehen bleiben! Heidi! STOP!,“ hattest Du nur eins im Kopp: “Nee! Ich lauf vergnügt und heiter auf dem Bürgersteige weiter!“
Erst als ich Dir streng befahl: “Dummer Hund, gehorch doch mal! Adelheid, bleib SOFORT steh’n!“, da wollt’st nicht mehr weitergeh’n!
Hin und wieder soll’s passieren, dass auch Dackel urinieren. Aber auf dem Laminat ist das NICHT die feine Art!!! Drum präge Dir die allgemein bekannte Hunderegel ein:
„Wenn ich einen Drang verspür, jaul’ ich an der Wohnungstür!“
Einmal fingst Du an zu grinsen,
als der Kurt in seiner Linsen- suppe nach den Würsten suchte und dabei entsetzlich fluchte!
Gibt es dazu was zu sagen? Knurrte da vielleicht Dein Magen? Hast Du mit dem Würstel-Schwund irgendwas zu tun, Du Hund?
Adelheid, dies sind so Sachen, die uns KEINE Freude machen!
Nimm meine Belehrung an! Denke bitte stets daran: Du sollst immer stubenrein, artig und gehorsam sein!
10. Gedicht: Der Slowakei-Urlaub 2006/2007
Adelheid, was ist mit Dir? nun erlaubst Du Dir auch hier in der schönen Slowakei manche dumme Schererei.
Undankbares Hundetier! Mama ist enttäuscht von Dir! Und nun frage nicht so dumm, denn Du weisst genau, warum:
Um Dir eine Freud zu tun, kaufte sie ein Gummihuhn. Damit hast Du Dich vergnügt und es hat sehr laut gequiekt! Doch bereits nach einem Tag dachten wir, uns trifft der Schlag. Denn Du hast ohne Gewissen dieses Huhn kaputt gebissen. Mit dem Quieken war´s nun aus. Ach, was war das für ein Graus! Andre Hunde halten sich solches Spielzeug ewiglich und erfreu´n sich jahrelang an des Quiekens holdem Klang! Hältst Dein Spielzeug Du in Ehren, wird die Freude ewig währen.
In Pestany auf der Brücke kam schließlich die nächste Tücke, denn Du schlängeltest Dich halt durch 'nen schmalen Öffnungsspalt. Eins kam Dir nicht in den Sinn: Kriegt das auch die Mama hin? Sie ist nicht so dünn wie Du! Und so kam es dann dazu, dass sie stehen bleiben musste und für 'nen Moment nicht wusste, wie sie Dich zurück zitiert, doch dann hat es funktioniert!
Was ist denn nur in Dich gefahren, als wir dann auf dem Slavin waren? Dort hast ohn´ jegliches Gewissen vors Nationaldenkmal ge..., den Freiheitskämpfer ungeniert mit einem Häufchen dann verziert. Nun wird er sich mit Hunden raufen im Kampfe gegen deren Haufen! Zwar waren dort der Haufen viele, doch alle nicht so dicht am Ziele! Und unsre Heidi war hier Sieger: Ein regelrechter Überflieger!
Aber über eins, Du Gute, war zum Schmunzeln uns zumute: Auf der Fahrt nach Banska dachten wir, uns tritt ein Pferd, und lachten! Wir sah´n Dein neues Leibgericht und trauten unsren Augen nicht: Erstaunt konnten wir nun entdecken, dass Mandarinen Dir gut schmecken! Ja, auch für einen Dackelhund sind diese Früchte sehr gesund!
Abschliessend gibt es noch zu schreiben: Du wirst das liebste Rätsel bleiben!
11. Gedicht:
Ungezog’ne Adelheid! Über Deine Dreistigkeit war ich immer (nicht nur jetzt)
bitterböse und entsetzt!
Zuerst die Sache in der Schweiz (dem Land mit dem besond’ren Reiz): Die Sirine kam voll Freud’ und Glück von einer Klassenfahrt zurück!
Man merkte, welch’ Wut in Dir grollte als Sirine Dich dann streicheln wollte:
Du hast sie böse angeknurrt, herumgemeckert und gemurrt! Da blieb ihr glatt die Spucke weg und dann hat sie geweint vor Schreck! Dass sie Dir DAS noch mal verzeiht, fand ICH erstaunlich, Adelheid!
Umberto hatte einst zwei Bälle! Die war’n für ihn auf alle Fälle das liebste Spielzeug, was er hatte. Doch Adelheid, Du böse „Ratte“ zerfetztest erst den einen Ball, beim zweiten war dies auch der Fall! Umberto nennt Dich „liebes Tier“. Sprach: „Heidi, ich verzeihe Dir“!
Was ist denn nur in Dich gefahren,
als wir dann in Südrussland waren! Klein-Anna brachtest Du mit Deinen “Knurr-Bell-Attacken“ stets zum weinen! Dann hast’ zu allem Überfluss voll Schadenfreud’ und Hochgenuss ganz ohne Skrupel und Gewissen ihr rotes Gummiboot zerbissen! Darunter leidet sie noch heut’,
doch Du hast’s nicht einmal bereut!
Dann hast Du, was mir NICHT gefällt,
im Restaurant ganz laut gebellt und so die andren Gäst’ gestört,
was sich nun wahrlich NICHT gehört! Und obendrein hast ohn’ Gewissen
der Wirtin in den Zeh gebissen! Du ungehorsam’s Ungetier entschuldigtest Dich NICHT bei ihr und hast (als hätt’st Dich gut benommen) ein Stückchen Fleisch von ihr bekommen! Von MIR als Wirt hätt’st dafür nicht einmal 'nen kleinen Haps gekricht!
Tja, über alle diese Sachen kann ich nun leider GARNICHT lachen! Ich kann Dir nur ausdrücklich raten: VERZICHTE jetzt auf solche Taten!
Ein Hund, der sich GEHORSAM gibt, wird von uns Menschen stets geliebt!
12. Gedicht: Als Heidi erkältet war
Ach Heidilein, Du armes Tier! Sehr Schlimmes hört man da von Dir: Deine Erkältung ist gemein! Glaub mir: Es hat nicht sollen sein!
Normalerweise schreibe ich nur schlechte Sachen über Dich. Nun aber dachte ich bei mir,
dass ich Dir ärmstem Hundetier auch einmal etwas LIEBES schreibe und mir somit die Zeit vertreibe!
Nun hat der Tierarzt festgestellt: “Die Heidi ist sehr stark erkält’“! Dies hat er dann wie folgt begründet: “Ihr Hals hat sich gar sehr entzündet! Drum gebe ich der lieben, netten jetzt eine Spritze und Tabletten!“
Jetzt hast Du zwar nur Quälerei’n, doch bald wird’s besser, Heidilein! Ein bisschen Zuversicht und Mut macht alles Schlimme wieder gut!
Bald bist Du wieder auf den Beinen und brauchst dann auch nicht mehr zu weinen! Ja, auch ein kranker Dackelhund wird wieder einmal kerngesund!
Bald kannst Du wieder fröhlich sein, wirst Deines Lebens Dich erfreu’n,
machst wieder manche Schererei und fühlst Dich pudelwohl dabei!
Du ungezog'nes, freches Aas! Es macht uns wahrlich KEINEN Spaß, Deine verflixte Dreistigkeit noch zu erdulden, Adelheid!
Was ist denn wieder los mit Dir? Du böses, undankbares Tier bereitest Deinem Mutterherz gar bittres Leid und üblen Schmerz!
WARUM hast Du Mama gebissen? Hast Du denn wirklich kein Gewissen?
Seit Jahren hat Mama Dich schon genau so lieb wie ihren Sohn: Schon als Du klein warst, hat sie sich bei Tag und Nacht stets mütterlich um Dich bemüht und - ungelogen - mit Lieb' und Sorgfalt großgezogen! Die Mama ist so lieb und nett! Du darfst sogar zu ihr ins Bett! Sie gibt Dir Wasser, Milch und Fressen. Hast Du das alles schon vergessen? Sie kaufet schöne Spielzeugsachen, nur um Dir eine Freud' zu machen! Und wenn ich mich mal mit Dir streite, steht Mama stets auf DEINER Seite! Sie streichelt Dich und schmust mit Dir. Und für DAS ALLES dankst Du ihr mit einem unverschämten BISS, der gar nicht angemessen is?
Wenn ich Dir die Leviten lese, dann heißt 's gleich wieder ICH sei böse!
Zum Schluss möchte ich Dir noch raten: Vermeid' in Zukunft solche Taten! Solltest Du Deinen Biss bereuen, tät' ich mich herzlich drüber freuen!
14. Gedicht: Mit Adelheid in Frau Doktors Garten
Als wir bei Frau Doktor waren, wertes Fräulein Adelheid,
nervte uns wie schon des Öft’ren Deine Ungezogenheit! Denn obwohl wir mit Dir spielten hast Du pausenlos gebellt (während wir uns unterhielten),
was mir wahrlich sehr missfällt!
Fünfmal musste Mutti sagen: “Heidi, AUS! Dein Bellen stört!“ Schimpfen musste sie und klagen, aber Du hast NICHT gehört! Nee, Du belltest munter weiter in gar lautem, schrillem Ton! Mutti schimpfte: „Schluss jetzt, Heidi! Bist hier nicht die Hauptperson!“
Vorher, als wir essen waren dort im Wirtshaus Stölpchensee, sagte Mutti: „Heidi, Schluss jetzt!“ Doch warst Du gehorsam? Nee!
Denn mit Deinem Rumgebelle störtest Du die andren Gäst’,
welche man beim Mittagessen eigentlich in Ruhe lässt!
Höre auf, ständig zu motzen, meckern, bellen, knurren! UND:
Nimm ein Beispiel Dir an Watson*, diesem LIEBEN, BRAVEN Hund!
So wie DU sich zu benehmen (bellen, knurren, böse sein) fällt dem Labrador-Retriever nicht einmal im Traume ein!
Zeigst Du auch in Zukunft allen Deine Ungehorsamkeit,
werden wir auch immer wieder mit Dir schimpfen, Adelheid!
Bist Du aber nun gehorsam, schimpfen wir NIE MEHR mit Dir, denn im Grund’ genommen bist Du ein sehr süßes, kleines Tier!
*Watson ist der Labrador unserer Hausärztin,
bei der wir an einem Sonntag im Juli 2008 eingeladen waren.
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